Aus aktuellem Anlass: Neueste Erkenntnisse zu Covid-19 von Dr. Klinghardt

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Die Migräne ist eine immer häufiger in unserer Gesellschaft auftretende Erkrankung und ist gewöhnlich sehr gut sowohl mit chinesischer Medizin, Akupunktur und auch einer ausleitenden Therapie zu behandeln

Grundsätzlich muss mittels des Muskeltests sowie der Zungen-, Puls- und Bauchdiagnostik (bei der Akupunktur) genau ermittelt werden, was die jeweilige Ursache der Migräne ist.

Ganz allgemein kann gesagt werden, dass Migräne, insbesondere bei Frauen, sehr häufig mit einer Imbalance im Leber-/Gallenblasen-Leitbahnsystem verbunden ist.

Meist zeigen sich die Kopfschmerzen im Bereich der Schläfen, am Hinterkopf oder auch hinter den Augen, was dem genauen Verlauf der Gallenblasen-Leitbahn entspricht, d.h. der Energieleitbahn, in der das Qi der Galle fließt.

Es sind mehrere Ursachen bekannt, welche dazu führen können, dass überschüssige, angestaute Energie der Leber sich über die Gallenblasenleitbahn nach oben zum Kopf entladen kann.

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass es in der Leber, wie auch überall sonst im Körper, ein Yin / Yang Gleichgewicht gibt. Yin (das kühlende, nährende und substanzhafte) und Yang (das natürliche Feuer oder die aktive Energie im Körper) sollten sich gegenseitig die Waage halten und sich gegenseitig kontrollieren. Nun gehört das Blut, als nährende und kühlende Substanz, hauptsächlich zum Yin.

Setzen einer feinen Nadel mittels FührungsröhrchenNimmt das Yin in der Leber ab, z.B. aufgrund von Blutmangel durch Fehlernährung, verlängerter Menstruation, anstrengenden Geburten, genereller Erschöpfung etc., so kann das Yang nicht mehr vom Yin im Gleichgewicht gehalten werden und es strebt unkontrolliert zum Kopf, wo es die bekannten Kopfschmerzen verursacht. 

Da Frauen menstruationsbedingt, durch Schwangerschaften und Geburten und evtl. noch eine relativ proteinarme Ernährung oft eher einem Blutmangel ausgesetzt sind, zeigt sich die Migräne statistisch gesehen auch drei mal häufiger bei Frauen als bei Männern. 

Emotionale Belastung und Stress die sich als innere Hitze im Körper ansammelt, kann ebenfalls das Yang übermächtig werden und sich nach oben zum Kopf entladen lassen und so Kopfschmerzen und Migräne verursachen.

Darüber hinaus kommen noch viele weitere denkbare Pathomechanismen für eine Migräne aus Sicht der TCM in Betracht. Diese beiden sind jedoch die häufigsten, welche in der Praxis anzutreffen sind.

Männer beispielsweise neigen weniger zum Mangel, dafür mehr zur Fülle. Sie entwickeln konstitutionsbedingt oft eine sogenannte "Fülle-Hitze", d.h. eine absolute Hitze, welche nicht aus einer Leere des Yin entsteht, wie die Hitze der Frau. Daher sind die Kopfschmerzen der Männer meist noch heftiger als die der Frauen. Darunter fällt auch der bekannte "Cluster-Kopfschmerz".

Alle diese Ursachen können mittels des kinesiologischen Muskeltests und der chinesischen Diagnose klar erkannt und ebenso zielgerichtet therapiert werden.